Das Steuer- und Finanzproblem

Wenn es um das Thema „Gerechtigkeit“, „Steuergerechtigkeit“ und „soziale Aspekte“ geht, wird meistens darüber diskutiert wie Folgen verfehlter Politik abgemildert werden können. Die Lösung besteht dann meistens aus Umverteilung, sprich höherer Steuern. Dabei ist es in Deutschland bereits eine gewaltige Umverteilungsmaschine.

Der erste Spitzensteuersatz von 42 Prozent ist schon mit einem Jahreseinkommen von weniger als 53.000 Euro erreicht. Ab einer viertel Million Euro greift der zweite Spitzensatz von 45 Prozent.

Der Staat greift also bereits bei geringen Einkommen massiv zu und zieht einen großen Teil des sauer verdienten Geldes ein. Nun haben wir Zahlen, ab wann der Spitzensteuersatz tatsächlich zuschlagen würde. Man muss hier die Lohnentwicklung und die Geldentwertung in Betracht ziehen. Der „Silberjunge“ Thorsten Schulte rechnet sehr konservativ und kommt auf 255.000€ als Mindesteinkommen ab dem er Spitzsteuersatz gelten würde.

 

 

In der FAZ ist man weniger zurückhaltend und zitiert den DIHK.

Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag unlängst hervorhob, griff der Spitzensteuersatz vor fünfzig Jahren erst beim 18-Fachen des Durchschnittseinkommens. „Übertragen auf heute, würde der Spitzensteuersatz ab einem Einkommen von 522.000 Euro zum Einsatz kommen“, schreibt der DIHK.

Hier steckt die Lösung vieler Probleme. Des mangelnden (Wohn)Eigentums, die Versorgung der Bedürftigen, zu viel Geld, um von Politikern verprasst zu werden. Stellen Sie sich vor, Sie sind Facharbeiter und verdienen um die 100.000€, da die Lohnentwicklung näher an der tatsächlichen Geldentwertung und Produktivitätsentwicklung liegt. Das wäre möglich, wenn auch die Unternehmenssteuern wesentlich niedriger liegen würden. Der US Präsident Donald Trump macht es gerade vor, dass es funktioniert. Auf diese 100.000€ zahlen Sie dann vielleicht 10% Steuern. Wäre es dann möglich sich Eigentum zu schaffen? Hätten Sie die Möglichkeit sich um ihre bedürftigen Angehörigen zu kümmern oder ihren Kindern eine Ausbildung zu finanzieren?

Und würden Sie dann dem Staat nicht den Spielraum nehmen, immer mehr und dümmliche Entscheidungen zu treffen, wie eine „Energiewende“ oder „offene Grenzen für Sozialfälle“?

Ergänzung: Es bröckelt der Kitt, der unser Land zusammenhält

Ausgerechnet die Leistungsträger der Mitte fühlen sich zunehmend ausgebeutet von einem Sozialstaat, dessen Ausbau sie über Jahrzehnte mittrugen. Es sind nicht die Spitzenverdiener, es sind Facharbeiter, Handwerker, auch angestellte Grundschullehrer, die das von Fachkräftemangel geplagte Land so dringend benötigt. All jene also, die pro Kopf ein verfügbares Einkommen zwischen 1400 und 2600 Euro pro Monat haben und bei allem brav mitbezahlen – von Kitagebühren über die Sozialversicherung bis hin zu Krankenkassenbeiträgen. Sie müssen zugleich von jedem Euro Gehaltserhöhung, den sie durch Mehrleistung erbringen, überproportional viel abführen.

 Bitte besuchen Sie auch die Seite von Thorsten Schulte (ich habe mich einfach schamlos an der Grafik bedient, bitte nicht klagen) und den Artikel bei der FAZ.